Agnes Martin

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1912 geboren. Sie arbeitete als Lehrerin, Serviererin und in zahlreichen anderen komischen Berufen (odd jobs), hatte auch einmal mit Holzhandel zu tun.

In den 60er Jahren zog sie nach New York (nach anderen Quellen bereits 1957), fand dort einigen Erfolg, stieg dann aber 1967 abrupt aus, aus rätselhaften Gründen. Mehrere Jahre zog sie unstet herum, um schließlich in einem Landstrich von New Mexiko zu bleiben. Dort lebte sie in einer selbst auferlegten Einsamkeit.

Zu ihrem Dropout erklärte sie später: „Ich wurde sozusagen vertrieben von der Gier (lust) der jungen Maler, erfolgreich zu sein“.

Andere bringen den jähen Weggang mit dem plötzlichen Tod ihres Freundes Ad Reinhard (ebenfalls 1967) in Zusammenhang. Dabei soll sie auch ihr Atelier eingebüßt haben. Zur Malerei kehrte sie in den 70er Jahren zurück.

Ein Detail ihrer Biographie, dem wachsende Aufmerksamkeit zugewandt wird, ist ihr Kampf mit einer (angeblichen) psychischen Krankheit (mental illness), von einigen als Schizophrenie diagnostiziert. Sie soll akustische Halluzinationen (auditory hallucinations) gehabt haben.

Ihr legendärer Ruf als „Seherin in der Wüste (“seer of the desert“) sei übertrieben, hieß es in der Einführung zur Guggenheimausstellung. Er lenke ab von ihrem malerischen Können. Das Leiden (das sie offenbar auch zur „Seherin“ machte) sei bloß ein Teil ihrer Persönlichkeit gewesen, definiere sie aber nicht.

Manche führen ihre Flucht aus den Turbulenzen New Yorks auf einen schizophrenen Ausbruch zurück oder auf Drogenerfahrungen, die damals in Künstlerkreisen gang und gäbe waren.

Das Bild zeigt Agnes Martin in den 60er Jahren.

Bild: geht zurück auf „artnet news“, Oktober 2016, wo auf eine zur Zeit laufende Ausstellung im Guggenheim Museum in New York eingegangen wird, das dem Werk der Künstlerin gewidmet ist.

Textquellen z.T. artnet news, Women Artist’s u.a.

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