Verlust

A: ich habe noch keinen echten Verlust erlebt

B: das ist keiner

A: … und vielleicht doch einer
weil da im Leben was fehlt

B: eine echte Verlusterfahrung, meinst du?

A: ach ja, beides –gehört nicht beides zusammen?

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Daten

„Daten repräsentieren immer nur ein Phänomen, aber sie sind nicht das Phänomen selbst. Jeder Teil der Daten wurde von einer Person geschaffen und diese Person hat sich einige Elemente des Phänomens herausgenommen, sie in die Daten inkludiert und andere dafür ausgeschlossen. Immer wenn man seine Entscheidung aufgrund von Daten trifft, basiert sie also immer nur zum Teil auf der Wahrheit; und Daten beziehen sich zudem immer nur auf die Vergangenheit. Man braucht eine Theorie, um bewerten zu können, welche Kausalität dahintersteht. Managemententscheidungen nur aufgrund von Daten zu treffen, halte ich für falsch. Ich bin zwar noch nicht tot, und weiß nicht wie es ist, aber ich stelle mir vor, wenn sie mich in den Himmel lassen und ich mich umschaue, dann gibt es dort keine Daten. Und wenn ich frage, warum das so ist, dann antworten sie mir: Weil Daten immer lügen. Und immer, wenn Daten wieder in den Himmel wollen, dann schicken wir sie zur Hölle.“ Clayton Christensen

Clayton Christensen ist Professor of Business Administration an der Harvard Business School und gilt als weltweit führender Experte im Bereich Innovation und Wachstum. Er ist Autor von elf Büchern und mehreren Hundert Artikeln. In seinem ersten Buch „The Innovator’s Dilemma“ (1997) beschäftigte er sich erstmals mit der Theorie der disruptiven Innovation.(…) Christensen ist Mormone und war 1971 bis 1972 als Missionar in Korea tätig. Auf seiner Website www.claytonchristensen.com betont Christensen, wie wichtig ihm sein Glaube ist.

Bericht a.d. Internet: Xing News vom 7.12.16

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Bilderrauschen

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im Buddha-Prinzip

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oh, schau an!
auch h i e r
bist Du
zu Hause!

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Hans Platschek

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aus: Hans Platschel, Figuren und Figurationen, 1999, 8

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die Hypotenusenmuse spricht

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meine Hypothese:
gegeben
ich hätte gehabt
ich hätte alles gegeben
was ich noch habe
und wenn ich Gelegenheit
gehabt hätte dazu
ich hätte mich
auch ihrer begeben –
und meiner selbst
noch dazu

 

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jetzt

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ein ungewöhnlicher Giacometti in der Schirn in Frankfurt a.M.:

eine frühe Plastik aus den Zwanzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts; der französische Titel: „Mains tenants la vide“, „Hände, die Leere haltend“.

Wem im Augenblick danach ist, kann den Titel auch umdeuten und aktualisieren: „Maintenant la vide“, „Jetzt – die Leere“

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Kritzelbilder

in der einen Hand den Telefonhörer, damals noch an der Strippe, in der anderen Hand den Stift für etwaige Notizen, Termine, Nummern, Namen …

das Gespräch zieht sich hin, der Notizblock liegt aufgeschlagen vor einem, Taschenkalender oder loses Blatt – und da geht es auf einmal los, die Hand legt los mit dem Stift, von Impulsen gelenkt, die aus dem Irgendwo zwischen Bewusstsein und Vorbewusstem eintreffen. Eine spontan mögliche und möglicherweise kreative Situation, zwischen Hinhören und Wegphantasieren, zwischen Zerstreuung und Aufmerksamkeit, eine Gelegenheit, die uns im Zeitalter von Hy., Tablet und Smartphone leider abhanden zu kommen droht.

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Die südamerikanische Künstlerin Irina Miga hat diesen Prozess festgehalten: wie von Geisterhand geführt kommen Striche aufs Papier, aus den Strichen werden im Fortgang des Gesprächs (bei dem überwiegend – oder wie man dem Bildtitel entnehmen könne, ausschließlich) zugehört und abgewartet wird: Gebilde, Ornamente … , zuweilen schauen Grimassen vom Blatt in den fast abwesenden Blick der Person zurück, die, jetzt, offen aber weiterhin wortkarg, immer noch den Hörer am Ohr hat, aus dem eine Stimme hervorkommt, manchmal wie ein Rinnsal, manchmal wie ein zuvor aufgestauter Strom..

Bild nach artsnet news, November 2016

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Tumult

Ein Werk des italienischen Futurismus, einer stürmischen Bewegung, die vor dem ersten Weltkrieg in Europa, vor allem in Italien einsetzte, hat den Titel „Der Tumult der Straße kommt in die Häuser“ (oder so ähnlich).

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Wie das Bild des italienischen Futuristen, so ist auch das Gemälde von Macke, das eine modisch gekleidete Frau vor einem Schaufenster zeigt, etwa in derselben Zeit entstanden. Es verweist auf eine andere Entgrenzung. Hier tritt gleichsam der ‚Tumult‘ der Warenwelt aus den Schaufenstern in die Aufmerksamkeit der Menschen, springt sie gleichsam an, um in ihnen zu einem neuen Bewusstsein zu kommen. Mode als beständiger und beständig wechselnder Anreiz zu Kauf und Konsum.

Das hat sich bis heute weiter entwickelt. Übrigens: heute, Sonntag, 6. November, ist in Hannover verkaufsoffener Sonntag

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Dialog über Glauben

Stimme aus dem off

enen Feuerofen:

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„glaubst du?“

„ich glaube, ich glaube

tatsächlich  –

aber ich weiß nicht.“

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