außer der Zeit

Ich finde einen Hahn im Vorhof des einzigen Gehöfts weit und
breit. Er steht einbeinig da und scharrt mit der Pfote. Aus dem Boden hervor holt er als erstes einen Glaskrümel, zweitens zwei
Papierfedern, eine für Blau und eine für Rot, und drittens ein
kleines Fass mit trockener Tusche.
Eigentlich viel Aufwand, denke ich, für wider nichts.

Am Abhang stehen unterdes mehrere Frauen.
Der Aufwind bläht ihre Röcke und Kopftücher.
Wir haben den neunundzwanzigsten März dieses Jahres. Aber ich
stehe noch immer am Januaranfang und reibe meine Hände über
der Herdplatte. Darunter sind die Füße eingefroren. Der Kopf
jedoch ragt genau in das heutige Datum, in den fünfzehnten Tag
im Oktober, von fallendem Spätherbst umrahmt.

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