Sterntalers Warte

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Beim Waldspaziergang  mitten im Wald auf Sterntalers Warte gestoßen. Ein Kind kennt sie. Sonst niemand. Da sind wir auf einander gestoßen. Es hat blaue Flecken im Himmel gegeben. Könnte man nachgrübeln, man würde bald finden, dass die Milchstraßen erfundene sind. Kittel und Schürzen haben dort noch niemals geholfen, Regenschirme trägt man umsonst durch Wetter und Wind. Überall Sternzeichen, fliegende Kakerlaken und Schnuppen. Die Schnuppen regnen wie Silberlinge herab.Die Kakerlaken erinnern an Schmetterlinge. Den Sternzeichen haftet Heraldisches an. Sie schreiten wie Wappenwesen durch offenen Himmel. Ihre Strahlen rennen durchs Sternwartendach. Das ist ein mächtiger Spiegel, eine kreisrund geschliffene Linse. Zur Erkennung trägt man dort spitzen Hut, ragend, schwarz und zum Schutz. Eigentlich ist er zu groß. Man verschwindet wie Kaninchen darunter – schlicht  Zauberei. Dort, wo auf der Rückseite die Naht läuft, sind Glöckchen genäht. Eine konisch zulaufende Kappe – sie könnte aus Filz sein, Innenfutter gehämmertes Blech. Man sieht dort drinnen den Löwen, von einer Hypotenuse am Halsband geführt. 

Wir sind hier nicht auf dem Mars, nicht auf dem Palomarberg.
Aber dieser planetarische Ausblick, eine Mischung aus gebaucht und gedellt, abgeplattet erhoben, steht im Übergang zum eigentlichen Firmament, auf dessen Rundungen die Sterne wie Funken dahinfliegen. Hier weiden die Herden unbekannter idyllischer Gottheiten. Ihre Namen sind rätselhaft, ihr Übergang völlig unmerklich.

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