Maus & Haus

„Haus in der Höhe, Maus in der Tiefe“ lautet eine der Auskünfte, die wir aus der Lebenswelt der nagenden Mäuse erhalten.

Mäuse leben überall dort, wo Katzen und Raubvögel fern sind.

Sie träumen davon, dass eine Zukunft heraufzieht, in der Mausoleen ausschließlich für sie gebaut werden, als Stufenpaläste, in denen sie unbedroht ihrer Nahrungssuche nachgehen können.

Wo die Häuser der Menschen in der Höhe schweben, dort gräbt die Maus mühsam ihre Tunnel, ihre Labyrinthe und Löcher. Sie weiß sich vom Herabsturz der schwebenden und hängenden Menschenhäuser bedroht und weiß, in vielfältiger Bedrohung hab ich mein Leben.

Zu Elefanten und Bergen unterhält das Mäusegeschlecht eine spezielle Beziehung.

Es gibt Berge, behaupten sie, die speien uns aus und geben vor, uns zu gebären.

Man sagt auch, erzählen die Mäuse, Elefanten lebten in Schrecken vor uns.

Dabei lieben wir und bewundern das Grau, in dem sich diese Dickhäuter kleiden. Sie sind, was niemand außer uns weiß, außer den weisen Elefanten vielleicht, unsre Schwestern und Brüder.

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