Erinnerung

„Nur wenn die Erinnerung ganz da ist, so sehr da ist, dass sie sich ihm erfindet, fühlt er sich gerettet.“ *
Zu den Eigentümlichkeiten intensiver Gegenwart gehört, dass sie überfließt von Erinnerung.
Präsenz von Erinnerung bildet die Fülle von Gegenwart.
Eine Woge, deren Kamm der Zukunft entgegenträgt.
D a s ist dann Gegenwart, dieses Entgegengehen und Entgegenkommen in einem Vollgefühl von Fülle.
Daraus ein Sichten, Eröffnen, Erfinden ungesehener und unerschlossener Panoramen innerer und äußerer Natur.

*) Elias Canetti, Aufzeichnungen 1973-1984, München/Wien: Hanser 1999, 50

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