faire Selbstverteidigung

Gegen alles, was man ist, muss man sich wehren, aber nur so, dass man es nicht zerbricht.“ *
Es könnte ja das eigene Selbst sein oder ein Teil davon.
Aber das Geronnene, das Verkrustete (sofern es keine Wunden verschließt), das zu Gewohnheiten und sterilen Zuständen Erstarrte, das sollte in Angriff genommen, abgewehrt, zurückgewiesen werden. Doch so, dass man sich bei der Gegenwehr keine Splitter, keine Verletzungen einhandelt. Selbstverteidigung als eine Kampf- und Sportart, die beide schont, den Angriff wie die Verteidigung.

*) Elias Canetti, Aufzeichnungen 1973 – 1984, München/Wien: Hanser 1999, 20

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