Derek haqqodesch*

In vielen, vielleicht in den meisten Sprachen ist Weg soviel wie Straße, Pfad, aber auch Gang, Art und Weise, Manier.
Die ersten Anhänger der neuen christlichen Lehre, die z.B. in Antiochia wenig Zeit nach dem Kreuzigungstod ihres Meisters zu einer Glaubensgemeinschaft zusammenfanden, nannten ihre Lebensform den Neuen Weg.
Schon Jesaja deutet Ähnliches an, wenn er 35,8 davon spricht, dass es einen Weg geben wird, der dessen sein wird, der auf ihm geht. Oder: ihnen nur gehört er, wer des Weges geht. It will be for those who walk in that way. Und für s i e läuft er, dieser Weg.
Das eben Besondere dieses Weges liegt darin, dass er nicht einfach schon da ist, sondern für die entlang zieht, die auf ihm gehen. Er ergibt sich aus ihnen, entsteht gleichsam unter ihren Schritten.
Daraus ergibt sich als weitere Besonderheit, dass auf ihm niemand mehr in die Irre gerät. Auch Schwachköpfe, Toren, Einfaltspinsel, Leute ohne Sinn und Verstand, die auf ihm entlang gehen, gehen nicht verloren.
Als hielte er die Abgeschweiften, die Verrückten, die offenkundig Verwirrten und Desorientierten in der Spur, im Lot, in den Koordinaten eines Sinns, der ihnen Sinn g i b t : the wayfaring men, yea fools, shall not err therein.

* Jesaja 35, 8

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