Normalität

gehört zu den seltsamsten Phänomenen, die sich in
unserer Wirklichkeit zeigen.
Unter Mühsal und Nöten durchgesetzt, immer begleitet
von der Hoffnung, dann wenigstens der größten Not und Mühsal ledig zu sein.
Irrtum.
Der Erhalt dieses temperierten Zustands erfordert fast dieselbe Anstrengung wie seine Herbeiführung. Und er produziert Ängste, die zuvor so nicht da waren:
dass zum Beispiel die unausgesprochenen Übereinkünfte, die stillschweigend herbeigeführten Konventionen wieder verloren gehen könnten, einfach dadurch schon, dass sie reflektiert und hinterfragt werden.
„Lasst uns unsere Normalität“, lauten dann die Klagen. Oder: „wenn das normal sein soll, wie weit sind wir dann noch davon entfernt!“
So spalten sich die Parteigänger eines regulierten Wirklichkeitsstatus schnell in zwei und bald in ganz viele Lager, die eine Art täglicher Wahnsinn umbrandet.

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