KAELTE ff.

Im Griechischen stammen ‚psyché

 = Seele‘ und ‚psychrós = Kälte‘ aus einer gemeinsamen Wurzel. Die Seele als der hauchartige und kühle Seelenteil gegenüber dem feurigen ‚thymos‘.

Warum ist die Psyche ‚kühl‘?

Sie ist zum Bewusstsein hin abgekühlt (gezähmt), die Psyche als kultivierter, sozialisierter und domestizierter ‚thymos‘.

 

Die Seele als ‚Eisscholle‘ im ‚Ozeanischen‘.

 

Gefahr des Zersplitterns (Fragmentierung) wie auch der Auflösung (Schmelzen) mit der Herausbildung der ‚psychischen‘ Instanz gegeben:

die Kältequalität zeigt sich in einer gewissen Sprödigkeit des Psychischen, Neigung zu Brüchigkeit, allerdings auch infolge zunehmender Ausdifferenzierung, filigran und verästelt.
Reif, gefrorene Wasserpartikel, in denen Wälder, Federkleider und andere Metamorphosen des Psychischen sichtbar werden, alles unbeschreiblich subtil verzweigt und eindringlich, osmotisch durchdringend, dabei in fließenden Übergängen von eisiger Verdichtung zu Verdünnung, Verdunstung. Ein Kreislauf, der an den des Wassers erinnert, zurück in den Luftraum, ins Meer, in die Säfte, die in den lebendigen Substanzen und Lebewesen zirkulieren. 

 

img_2945-kl.jpg 

Gegensatz amorph – kristallin.

Spiegelung als Kältephänomen: Narziß am eistreibenden Styxfluß.

Reflexion und Konzentration (Zusammenziehung).

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