Wolf im Plexihaus

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20 Uhr

Wolf kommt in ein fremdes Haus.

Kein Glashaus, kein Treibhaus, ein Plexiglashaus.

Hier bin ich, sagt der Wolf.

Inzwischen sind Großmutter und Rotkäppchen herbeigeeilt.

Sie drücken von draußen ihre Gesichter am Plexiglas platt.

Drinnen tickt mit schwerem Pendelschlag, doch nur zum Schein, eine Standuhr.

Wolf begreift, eine Falle.

Im Nu schweiß naß vor Sorge und triefend ums Leben.

Wenn er hätte und könnte, würde er Dolch und Krummmesser ziehn.

Aber er hat nur noch den einzigen Zahn, den er nunmehr

vergeblich ins Dämmerlicht fletscht, das im Plexihaus herrscht.

Rasch kommt ein Mensch, eilt herbei und gießt das ganze in glasklare Plastik.

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