Vergangenheiten

Was wir ‚zurückgelegt‘ haben, entfaltet in unserem Rücken seinen Doppelsinn. Es bleibt hinter uns, eine bewältigte Strecke, ein Aufstieg. Doch immer mit dem Vorbehalt, sich wieder zur Verfügung zu stellen, aus der Reserve hervorzutreten, in der es von unsereins gehalten wird, mit oder ohne Bewusstsein und klare Absicht. An dergleichen erinnert Hoffmannsthal in seinem Vortrag „Poesie und Leben“: „ … unter den Füßen liegen die Vergangenheiten, in durchsichtigen Abgründen gelagert wie Gefangene.“[1]


[1] Hugo von Hoffmannsthal, Poesie und Leben, in: Der Brief des Lord Chandos, 25

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