Änderungen

Die Charaktere ändern sich. Ein Typus ist nicht so fest geprägt, wie der Begriff Typus behauptet.
Auch ein Typus wandelt sich.

Tropfen transmutieren zu Tropfen oder tröpfeln als Tröpfe aus den undichten Stellen im System.
In höchst unterschiedlicher Gestalt kommen Wichte in die Welt.

Niemand erschafft sie, niemand hat sie vorgesehen – doch plötzlich sind sie da.
Der eine Wicht ist gerade mal daumengroß.
Der andere ist wie du und ich, bloß ins Elend geraten.
Das dritte Wicht ist vielleicht eine flackernde Sparbirne, eine zu klein geratene Kokosnuss,
eine Art Ding, zwischen die Stühle geraten, auf denen die Dinge und die Undinge sitzen.

Wir haben auch schon von gewichtigen Wichten gehört.

Früher saßen sie in den Schalen, die am Waagbalken aufgehängt waren, einander gegenüber, oder wogen auf, was in der anderen Waagschale saß, ihnen entgegen.

Anfangs ist ein Wicht eher unwichtig als wichtig.
Doch das verändert sich im Laufe der Zeit.
Inzwischen haben Wichte bei der Beurteilung und Einschätzung eine Menge beizutragen.
In ihr Wesen hat sich etwas Koboldisches eingeschlichen.
Fast überall haben sie ein Wort mitzureden, mindestens ein – mitunter ausschlaggebendes – Wort.

Wir sind was und wir sind wer, tönen die Wichte im Chor.
Sie haben recht: was sie sind und sein werden  – kein Nicht und auch kein feindlicher Wicht kann ihnen das nehmen. Sie existieren all dem zuvor. Ehe die Bergleute nach Metallen gruben, spukten sie in den Erzen herum, vorzugsweise in Nickel und Kobalt.

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