Tag über Tag

Ein Tag nach dem anderen verschwindet, geht unter, ein Tag wie der andere zieht sich zurück, geht in die Versenkung, löst sich auf im Gedächtnis dieser Welt.
Ein Teil geht dahin, ein Teil geht dorthin.
Von dem, was zusammen auftrat, bleibt nichts beieinander. Der Bestand kehrt in seine Teile zurück, bleibt in der Versenkung zurück, tritt irgendwann und irgendwo neu auf, dem unbegreiflichen Fluss und Zug eines Geschehens folgend, mitgenommen, mitgerissen auch jeder von uns, angehäuft oder zusammengesetzt.
Jeder Tag begibt und benimmt, fügt hinzu, zieht davon ab. Das Verschwundene wirkt manchmal stärker als das Gebliebene. Es drückt sich durch viele bedeckende Schichten durch. Jeder Tag eine Frottage dieser unterschwelligen Profile. Eine Ausprägung vergangener Vorkommnisse, Ereignisse, Geschichten.
Das nicht mehr Erinnerbare nährt oder bedrückt, sucht in Träumen heim oder Inspirationen.
Es fehlt uns, es wird uns zu viel. Träume und Handlungen werden im Sinne einer Balance, eines Stoffwechsels tätig.
Die verschwundenen Tage erhalten und nähren, bedrücken und ermuntern von einem Tag zum anderen.

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