kleine Anfänge

Wer einmal klein aufzuzeichnen begonnen hat, wird die Vorteile dieser Lebensweise bald spüren: vielseitige Ausblicke, klarsichtiger Nordwind werden die Seele und ihre Lebensgeister erquicken. Kurze Zurufe, wie unter Zugvögeln üblich, genügen vollkommen dem Bedürfnis nach allseitiger Mitteilung.
Es sind die winzigen Anfänge, in denen die großen Bauchgesänge der Erdkörper anheben und aus denen heute schon grüßt, was eigentlich erst für morgen gedacht ist.

Rückkehr zum Stoff und den Innenräumen, die er umschließt.
Wände und Wölbungen drinnen sind mit Kritzeleien und Zeichen bedeckt.
Höhlenzeichnungen. Sie belegen das ebenso schlichte wie kraftvolle Aufheben, das damals, ganz am Anfang, geschehen sein muss. Aus solchen kleinen Ritzungen gehen die chinesische Mauer, die winkende Statue westlicher Freiheit hervor. In bescheidenem Umgang grüßt wiederum, was eigentlich für morgen gedacht ist.

Kehren wir zum Stoff zurück, zu unsren Osmosen.
Hier könnten die kleinen Aufzeichnungen, gerade diejenigen, die ins Allerkleinste gehen und nicht einmal eines Wortes, ja, nicht einmal eines Buchstabens oder Lautes bedürfen, unseren Schwachheiten aufhelfen. Kaum anhebend könnten sie schon wieder aufhören, mühelos und befriedigt wie wir.
Zugegeben, sie tun es nicht immer. Man wird auch sehen: sie treten – noch im Erlöschen eines augenscheinlichen Bewusstseins – Beweise an für mentale Verfassungen, die bislang fremd und unerhört bleiben mussten.

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