Herbst ist, herb ist’s

(ein Gedicht aus Worten)
Frühmorgens im Oktober.
Es ist noch dunkel.
Es riecht nach Schnee.
Die Vorhaben sind immer noch groß, aber sie schrumpfen.
Im Schlaf, der seinem Ende zugeht, Menschen, aber es werden
immer noch keine Berge versetzt.
Bäume, ganze Wälder werfen Blätter und Laub ab,
Dächer werden abgeholzt und durch filigrane Skylines ersetzt.
Vorhaben strömen einen schwachen Geruch aus, vielleicht an kommende Zeiten erinnernd.
In der Landschaft faulen Äpfel und Blätter in Fülle im Gras.
Vorahnungen kommen und gehen und reichen die Klinken zu immer noch knarrenden Türen. Draußen jedoch, da haben sich Kartenleser auf hochbeinige Sitze gestellt. Sie deklamieren Landschaften ohne Anfang und Ende. Sie gurgeln und zoomen Details aus Städten, aus Archiven und Ordnern. Unter der Schlafenden Schläfe leuchtet ein blasser Morgentraum auf.

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