Senfkornglaube

Die Bibel – ein Buch, ein Text, der voller Anstöße und Anschläge steckt, gespickt mit Stacheln, wie man es beim Anfassen von Seeigeln, Brennnesseln oder Feigenkaktussen erfährt.
Bei gewissenhafter Lektüre kommt es immer wieder zu abrupten Stockungen, Stößen vor den Kopf.
Man fasst sich an die Stirn. Umsonst.
Auch dem gutwilligen oder ‚gläubigen‘ Leser bleibt  mitunter die Luft weg. Stockender Atem, trockenes Schlucken.
Denn nicht irgendeine Überzeugung oder Gewissheit wird immer wieder attackiert, immer wieder gekippt, sondern der Glaube selbst, diese Elementarkraft einer jeden Person.
Sie wird stets aufs neue aufs heftigste unter Beschuss genommen, schmerzhaft auseinandergesetzt, auseinander genommen, buchstäblich entrüstet. Dem frommen Gemüt wird der Teppich unter den Füßen ruckartig weggezogen.  Als wären die Destabilisierungen, die im Umgang mit einem aufreibenden und frustrierenden Alltag eintreffen, nicht bereits Prüfung genug.
Ein Beispiel: Lukas 17, 5-6.
Die Ausführungen dazu nachzulesen unter „Senfkornglaube“, gleich nebenan.

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