Atempausen

wäre doch das Leben dann und wann
ein wenig mehr unterbrochen
dass man Abstand nehmen könnte von  andrängenden Vorkommnissen
und vorbeistürmenden Begebenheiten
wenn es Zwischenräume gäbe
um irgendwie zu Rate zu gehen
dem Dauerbeschuss aus dem Wege zu gehen
Unterbrechungen
in denen man kurz austreten
unterdrückten Grundbedürfnissen nachgehen könnte
Moratorien
kurze Kuraufenthalte
Gelegenheiten
im outside zur Besinnung zu kommen
denn
„Man wird ein bisschen irre, wenn man
Tag für Tag
immerzu leben muss.“[1]

[1] Connie Palmen, Jüdischer Kalender, 26. Jg., 27. März

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2 Responses to Atempausen

  1. sylvia sagt:

    … hübsches tellergericht:-)))))

  2. sylvia sagt:

    genau das, genau das – das wünschte ich mir auch. gerade „hatten“ wirs. ein dorfleben für lange tage. ein haushüten im dorf zwischen all den bäumen und vögeln und sonst nix. festnetz kaputt. netz überhaupt – njet. ein tal der ahnungslosen. wie schön das war. und nun. genau wie beschrieben. dauerbeschuss. dauerbesch…

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