Apps

sind winzige Apparate
derer man sich bedient
sie verschwinden unter der Oberfläche
auf denen alle Dienste angezeigt werden

wir setzen auf was*
geben was* ein
Bilder Töne
geschliffenes und ungeschliffenes prasselt entgegen
ein Terminkalender
speziell für dich vorprogrammiert
bietet sich an zu Verwaltung und Organisation
fast unverzüglich erledigen Apps
noch ehe es dir zum Vorhaben wird

sie kennen weder Gram noch Verstimmung
sind pflegeleichter als das
als alles
was sonst in deiner Umgebung herumsteht
was du täglich bedienst
ausführen musst wie den pfeifenden Staubsauger
aus einem ins andere Zimmer
die großen Maschinen zum Waschen
das Getöse der Trommeln darin
Daydream träumt unauffällig für dich
träumt dir vorweg
so dass du leicht hinterherkommst –
eine wieder andere App
würfelt dein Glück aus
erstellt Horoskope für Widersacher und Freunde
in jedem Augenblick erfährt man genau
wer du wo bist oder was dir
noch fehlt
um authentisch
an allen Realitäten
beteiligt zu sein
so findest du schicksalhaft
deinen Platz in der passenden Masche des Netzes
genau das Werbeformat
das für dich persönlich
bestimmt ist.

*) Apps, ausgesprochen äbb’s ist im Schwäbischen ein Etwas, ein Ding schlechthin

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