Aussicht Paradies

Um ins Paradies zu kommen, werfen die einen Bomben und zünden Sprengstoffgürtel
um sich in Menschenansammlungen in die Luft zu jagen, um möglichst viele davon zu zerfetzen. Sie müssten wissen, dass sie Schmerz und Trauer säen, sind aber überzeugt, die Freuden des Paradieses zu ernten.

Andere glauben ebenfalls, ins Paradies zu kommen. Sie gehen den Weg der Enthaltung von Gewalttaten und meiden es Feindschaft zu säen.

Wir sind nicht befugt, darüber zu urteilen, wer nun wirklich ins Paradies kommen wird.

Es wäre denkbar, dass von den Gekennzeichneten niemand dort ankommt, niemand von denen, die sich ihrer Sache und ihrer Überzeugung so sicher sind.

Es könnte sein, dass die Erwählten und Gesalbten einer Bestimmung nachkommen, die sie in ihrer Ahnungslosigkeit dem Paradies auf Um- und Schleichwegen zuführt. Sie sind sich dieser ihrer Bestimmung unbewusst, wie die 36 Gerechten, von denen die jüdische Legende sagt, dass auf ihren Schultern die Welt ruht und verteilt ist. Es sind zu allen Zeiten 36, zu allen Zeiten andere, die zu den 36 gehören und zu ihrem Glück – und zum Glück der Welt – nichts davon wissen.

„Ihr habt mir beigestanden, habt mich gepflegt, habt mich besucht, als es mir schlecht ging“, sagt Jesus zu seinen Leuten. Und die werden dagegen fragen: „Wann ist es dir schlecht gegangen, dass wir dich besucht, gepflegt oder dir beigestanden hätten?“

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