der König

Ich lese, dass dem König, so sehr er König ist, elend wird, wenn er daran denkt.

Woran mag er wohl denken? Warum unterlässt er es nicht?

Ein König, der es sehr ist, der sehr König ist, sollte doch Macht haben, zu denken, was er will, zu denken, wonach ihm der Sinn steht.

Tut er das nicht, muss man seine Macht und Würde bezweifeln.

Lass mich auf den Thron, sagt einer, der noch längst kein König ist und es auch nie sehr werden wird.

Lass mich einmal ran!

Ein drohender Umsturz?

Dem König, so sehr er noch König ist, wird übel, wenn er daran denkt.

Daher schreibt Pascal, jeder loyale Untertan, ja eigentlich jedermann sei darauf bedacht, aufzupassen, dass der König nie allein ist und etwa über sich nachzudenken beginnt.

Der Umsturz könnte in ihm selbst beginnen und sich ausweiten. Die Historie lehrt: das würde niemandem nützen, nicht einmal den Usurpatoren. Sind die einmal König geworden, ergeht es ihnen genauso oder noch übler.

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