gedenken

„Damit ihr gedenket und tut alle meine Gebote und heilig seid eurem Gotte!“[1]

Aus Andacht und Gedenken gehen die wählbaren Richtungen und Wege hervor.

„Gedankenlosigkeit ist die eigentliche Gottlosigkeit, die Heimatlosigkeit der Seele.“[2]

Gewiss ist sie nicht in allen Gedanken zu Hause, die Seele, auch das wäre eine Form von Heimatlosigkeit. Sie sucht sich aus, wo sie wohnen, eintreten und weitergehen möchte. Da alle Geschöpfe erdacht sind, setzt sich in ihnen der Schöpfungsgedanke fort. Die Menschheit setzt dem die Spitze auf: indem sie schafft, erschafft sie sich selbst.

Gedankenlosigkeit, Gottlosigkeit, Heimatlosigkeit. Seele. Das Seufzen in aller Kreatur, mental umformt im Menschenwesen.

Jeder Mensch soll nicht nur zum Um- und Neugestalter seiner selbst werden: „Jeder Mensch soll zum Priester seines Lebens gemacht werden.“[3]


[1] Leo Baeck, Geheimnis und Gebot, 498

[2] Leo Baeck, Geheimnis und Gebot, 498

[3] Leo Baeck, Geheimnis und Gebot, 498

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