Ironie

Ironie stellt einen Doppelsinn her, der nicht allen einleuchten will.

Ein Sinn mit doppeltem Boden.

Ironie ist dazwischen versteckt und versteckt dazwischen, was dazwischen passt zwischen die liegenden oder hängenden Böden.

Ein Boden täuscht den anderen vor, tut, als wollte er ihn ersetzen.

Sinn und Gegensinn.

Kenntnisstand und Bewusstseinsgrad entscheiden, ob Ironie ankommt und aufgenommen wird, ob sie strandet und unbeachtet liegen bleibt draußen zwischen den Klippen.

Wo Humor nur zu Teilen bekannt ist, hat Ironie kaum eine Chance, anzukommen, verstanden zu werden. Humor als Wahrnehmungsorgan. Wirklichkeit – ist sie nicht immer ironisch? Drückt sich nicht alles sehr oft gerade durch sein Gegenteil aus?

Humor als Wahrnehmungs- und Erkenntnisorgan. Wirklichkeit tritt immer ironisch an einen heran.

Es erfordert Witz, ihr gleichsam auf Augenhöhe zu begegnen, sie so zu verstehen, wie es ihr und einem selbst am besten entspricht.

Witz ist selbst ein ironisches Phänomen. Das ist – jedenfalls im deutschen Sprachgebrauch – der Witz eines jeden Witzes, dass es Gewitztheit erfordert, ihn als solchen zu verstehen.

Es sind die Gewitzten, die immer wieder erkennen, Realität ist ein Witz und Ironie, in der Witz mitmischt wie das Gewürz und der Geschmack in der Speise, Handreichung dieser ins Unendliche sich erstreckenden Wirklichkeit.

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