Nadel ohne Faden

Wie oft haben Nadeln schon Heuhaufen ausgespäht, um sich darin vor der Suche von Menschen, vor menschlicher Nachforschung zu verbergen!

Den durch das Öhr ziehenden und gezogenen Faden haben sie auf der Flucht zurück gelassen.

Einbeinig sind sie geflohen und angekommen im Heuhaufen, damit er sie berge.

Nun ist es an der Zeit, erklärt ein Heuhalm, der sich auf der Flucht vor einem hungrigen Esel befindet,

jetzt ist es so weit, dass ihr Nadeln euch aufhäuft, um mir Berge und Schutz zu geben vor dem Fresser, der mich verfolgt.

Nadeln und Stecknadel, Häkel- und Stricknadeln kommen eilends zusammen, um sich zu beraten.

Der Halm aus dem Heu, sagen sie, hat unsere Hilfe verdient.

Er ist größer und länger und krummer als wir, er ist sogar hohl  – aber wir sind es ihm schuldig.

Sie klettern eilends über einander, häufen sich auf, nach allen Seiten hin spießend.

Der ankommende Esel zersticht sich an ihnen das Maul.

Er galoppiert in seine Heimat, ins Land der Esel zurück.

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