ähnlich und unterschieden 1

Von Plotin her kommt der Gedanke, dass im Ursprung Gleiches mit Seinesgleichen und Ähnliches mit Ähnlichem zusammenhing. Doch im Entspringen setzte Trennung ein, indem jeweils anderes sich dazwischen setzt, so dass der unmittelbare Kontakt  des Ähnlichen mit seinesgleichen unterbrochen wird. Dennoch bleibt das Verlangen und Sehnen miteinander und zueinander ungebrochen oder wird womöglich noch stärker. Eine tiefe Sympathie, die nun durch das Dazwischenliegende hindurch muss, so dass man sagen kann: die Verbindung von Ähnlichem zu Ähnlichem wird durch die eingelassene(n) Andersheit(en) in einer Weise unterbrochen, dass sie nur durch diese Fremdkörper und vermittelst dieser Unterbrechungen erfolgen kann.

So erklärt sich auch die paradoxe Unterschiedenheit der Gleichen und Ähnlichen, sowie das merkwürdige Phänomen, dass dieser Unterschied sich völlig durchsetzen, aber auch geringer werden und scheinbar verschwinden kann.

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