Echo der Stille 1

Hat Stille ein Echo – und wenn ja, woher kommt es?

Schon beim Wort Echo wird man stutzig – woher kommt es?

Eine ferne Erinnerung versetzt es in eine Felswand.

Dort wohnt es zwischen Mauerseglern und Fledermäusen.

Es ist gleichfalls wie im Fluge, wie im Dahinstreichen Tag und Nacht.

Es wohnt immer in Steilwänden und Mauern, die von Felsen oder Wäldern gebildet werden.

Von dorther beantwortet es die letzten Worte einer jeden Frage, die ihm gestellt wird.

Wenn man vernehmlich die Frage denkt, woher kommt es?, antwortet es mit … kommt es und hält das Fragezeichen, das es nicht auszusprechen vermag, in der Stimmlage ein.

Die griechische Sage erzählt, Narziss, der arg und unglücklich in sich verliebt war, habe Echo tödlich oder vielmehr unsterblich gekränkt. Dadurch schwand sie hin und nahm dieses hauchartige Wesen an, das wir mit ihr bis heute verbinden.

Wir vermuten, dass Stimmen und sogar Geräusche unter bestimmten Bedingungen Echo hervorrufen, eine Art Widerhall/Wiederhall erzeugen können.

Hätte Narziss eine Neigung zu Echo gefunden, die beiden wären vielleicht in glückliches Paar geworden und ihre Kindeskinder lebten noch heute unter uns.

Wir trauern dieser Möglichkeit nach, auch wenn sie sich historisch niemals einlösen konnte.

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