Psyche löwenmähnig

Trägt sie ihre Haare wie Sphinx?
Hat sie blutige Rosen oder schweißtriefende Lilien in die Knoten eingeflochten?
Blendet sie die Erscheinung ihrer selbst, die ihr aus der spiegelnden Fläche des Selbstbetrachtung entgegenkommt?
Kränkt sie der Anblick der Poren, die ihren Teint durchlöchern, wie Maden den Speck?
Sie findet sich mit Ekzemen und Narben, mit Ausschlägen und Juckreiz ab, um doch jedes Mal wieder zu erschrecken, wenn die andere Hand, die den Spiegel nicht hält, solche Schauerlichkeiten apportiert.

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