Faltstühle

Kompaniestühle, Kampagne- oder Feldstühle, natürlich zusammenufaltbar.
Das muss so, das kann nicht anders sein.
Im Unterschied zum Feldbett dreibeinig.
Die Jäger haben das in etwas kostspieliger Ausführung.
Kampagnestühle sind Massenfertigung. Damit beliefern uns die fernöstlichen Schwellenländer.
Es gibt sie in unterschiedlichen, aber allemal praktikablen Ausführungen.
Sie lassen sich schultern, zusammengefaltet als Wander- oder Walkingstöcke verwenden.
Sie lassen sich zwischen Hosenbund und Gürtel schieben, in der Art eines Degens hängen sie dann an der rechten oder linken Hüfte herab.
Bei Anglern gibt es einen erheblichen Bedarf dafür.
Bei Outdoormalern, Landschaftsmalern, Ornithologen, Beobachtern des Vogelflugs oder der Gestirne.
Natürlich haben sie keine Rückenlehne, diese handlichen Sitzgeräte. Warum sollten sie auch?
Dafür kann man von allen Seiten her kommen und sich draufsetzen, sobald die drei Beine ausgefahren sind.
Das Material: Die Beine sind aus Stahlrohr gezogen, feine chinesische oder koreanische Arbeit, oder ‚Made in Hongkong‘ oder Malaysia.
Das Tuch, das sich beim Spreizen der Beine zum Draufsetzen spannt, ist Sackleinen oder eine Art Leder.
Neulich gab es diesen Artikel im Sonderangebot. Ich habe mir gleich hundert dieser Kompaniestühle zurücklegen lassen und am Nachmittag auch gekauft.
Vorläufig sind sie zusammengefaltet in meinem Atelier untergebracht.
Man kann ja nie wissen, wie viele Bewunderer meiner Werke am Tag der offenen Tür einrücken werden.
Ich schließe nicht aus, dass es eine Hundertschaft sein wird.
Die bloße Vorstellung, sie im Halbkreis auf aufgeschlagenen Feldstühlen sitzen und den Erläuterungen lauschen zu sehen, die wir einander mitteilen aus authentischer Erfahrung, hellt meine Brust, hellt meine Herzkammern auf.

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