Hände und Bilder1

Bilder nehmen Gestalt an, erst unter den Händen, dann im Gesicht.
Das Bilden von Gebilden nimmt unter den Händen, gleichsam unter ihrer Aufsicht und Tuchfühlung, seinen Anfang.
Eine wechselseitige Berührung der knetenden Finger mit der Knetmasse.
So wird aus der bloßen oder nackten Materie ein Bild.
Das Bild ist eine Gestalt, die vom Stoff angenommen, manchmal allerdings auch zurückgewiesen wird.
Vielleicht sind unter den platonischen Bildern solche, die zurückgewiesen worden sind.
Die sind in den Himmel der Bildvorstellungen, der bildhaften Vorstellungen oder Ideen geflüchtet. Eine geistige oder geisterhafte Welt, ein Reservat.
Geht es ihnen dort gut?
Sie stehen herum und gehen spazieren, die Hände auf dem Rücken verschränkt. Denn in Wahrheit haben sie keine Hände. Deswegen verbergen sie sie in der Verschränkung auf ihrer Rückseite.

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