Beweise Gott!

Zu den ungereimtesten Hervorbringungen menschlichen Denkens gehören die so genannten Gottesbeweise. Als ob Gott sich beweisen oder in seiner Existenz sich widerlegen ließe.
Doch der Schwachsinn, die Plattheit der um einen Gottesbeweis bemühten Logik zeigt sich noch mehr darin, dass dieser Beweis kein Stück weiterbringen würde, gleichgültig, ob er negativ oder positiv ausfällt.
Die Unverzichtbarkeit von Glauben ist in dieser Hinsicht offenkundig.
Gottes Glaubwürdigkeit ergibt sich aus keinerlei Deduktion oder Induktion, sondern setzt einen Sprung voraus, eine kühne, buchstäblich todesmutige Entschließung, sich auszusetzen ins Vertrauen zu einer Macht, die dadurch Zugriff erhält auf Gestaltung und Mitgestaltung eigener Existenz, eigenen Lebens. Sich aussetzen, um einzubringen in einen allerdings unabsehbaren Zusammenhang, einstehend / eingehend in den Prozess diesseits und jenseits des ‚Horizon Aeternitatis‘, des ‚Ewigkeitshorizonts‘.

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