Jona

Jetzt ist es aus mit der Sache, die ursprünglich geplant war. Die Planer haben sich umbesonnen und das Material ist zur Besinnung gekommen. Das schafft neue Realitäten. Sie stehen in den gleichen Räumen und gehen durch die gleichen Fluchten von Zimmern. Ein Hauch von Trauer und Vergänglichkeit weht in den Fluren entlang.
Hundert Städte. In hundert Städten findet das statt. Aber nur wenige beherzigen, wie damals nur Ninive beherzigt hat, was Jona abmahnte, was der Prophet einklagte in höherem Auftrag.

Die letzten Nachmittage waren von fremden Gewissheiten erfüllt. Niemand vermochte sie zu lesen.
Ein Menetekel uphasim.
Ein Spruch aus dem Mund, den das weithin herrschende Schweigen nur ungern aufgehen lässt.

Messungen werden vorgenommen. Sie stimmen nicht. Nichts stimmt überein mit den Schlüssen und Annahmen, die vorgenommen werden. Es regnet Schicksalsspäne und Lose. Winzige Münzen fallen aufs Pflaster und klingeln im Zerschellen. In den anliegenden Mietshäusern wohnen noch immer Dichter und gehen ihren Neigungen nach, aufzuschreiben, auf Arbeitsplatten und Bildschirme zu bringen, was ihnen einfällt an Abenteuern, was ihnen an Einfällen zugeht.

Makler fahren mit privaten Verkehrsmitteln vor. Sie breiten auf Smartphones Wechsel aus und Grundstücke, die in Bälde bebaut werden sollen. Ein digitales Reich, in dem dunkle Tage einander aus einem Schacht hervorhelfen und helle Nächte über Milchstraßen einander Zurufe schicken.

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