westlich

Westlich, auf zwei Verandenflügeln, zwischen Tragflächen und Drachenboot schwebend auf leichter Dünung, der Abend schon dekoriert, das Tau auswerfend, um an einer Hinterhofpappel anzuleinen, vor Anker zu gehen. Auf der Scheitellinie ein Werkgebäude mit allerhand kuriosen Blindheiten in den Fenstern, rollende Rouleaus davor, ohne Geräusch. Das Schwingen der Dünung, fernes Brandungsgeräusch. Alte Kamine aus vergangenem Jahrhundert in Sicht, mit roten Signalblinken ausgestattet. Keine Leuchttürme, auch keine Riffe in der Ferne.
In der Tiefe, wo sonst die Seesterne nisten und eine schwache Dauerströmung zieht, geht ein Kellner weithin. Die Bürgersteige sind mit weißen Tischen aus Wasserstein ausgekleidet. Es gibt nur Gläser, keine Tischtücher dazwischen, keine Servietten finden hier Nutzung. Schon mit fünfzig Jahren, der Kellner, noch ein wenig zerstreuter als bei der letzten Ankunft. Die Rockschöße fliegen. Die mürrischen Wünsche unsichtbarer Gäste streifen seine Miene. Nur sein Inneres ist ein wenig erhellt in der Tiefe. Es zeigt sich besorgt.

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