Normalität

Ein unanstößiger Zustand, ohne Anecken und Verkanten.

D a s gibt ihm den Anschein hoher sozialer Verträglichkeit. Er verleiht ein beschwichtigendes Gefühl von Geborgenheit. Das macht diesen Status so ungemein anziehend. In ihm scheint es gleiche Rechte und berechtigte Gleichheit zu geben. Eine Art Zufriedenheit, die vergessen machen möchte, welchen Unterwerfungen, Erniedrigungen, Herabsetzungen und Ausgrenzungen sie sich verdankt.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

1 Antwort zu Normalität

  1. sylvia sagt:

    ein klassentreffen anlässlich des schuljubiläums – die frau, die schon mit 12 immer weißes blüs’chen und faltenrock trug – sie war auch dabei, sah noch genau so aus. und viele junge, mit piercings in den teenie-nabeln, pinky-punkigen frisuren, sicherheitsnadelketten am ohr. die faltenrockfrau ruckte mit dem kopf, die mundwinkel sanken noch bisschen tiefer, die perlensteckerchen schienen entrüstet zu schielen und sie sagte: „Haben wir ein Glück, dass WIR normal sind!“ …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.