Neujahrsmorgen

Der Pulverdampf der Silvesternacht hat sich in einen trüben Neujahrsmorgen aufgelöst. Durch die verschossenen Raketen und Knallkörper ist es zu einer beträchtlichen Anhebung der Temperaturen gekommen. Ein künstlich erzeugtes Tief lagert auf den Regionen, über die der Jahresbeginn mit Knall- und Feuerwerk hinweggezogen ist. Eine unnatürliche Stille herrscht, eine Stille der Ausnüchterung und des Schweigens, das die nächtlich aus ihrem Schlaf verscheuchten Vögel hinterlassen haben. Katzen und Hunde liegen zusammengekrümmt dort in den Wohnungen, wo sie der Schrecken der Nacht zurückgejagt hat. In den Straßen die Reste der zerrissenen Feuerwerkskörper, Raketenstöcke, detonierte Sektflaschen. Eine trübe Gestalt tappt durch die Hinterlassenschaften blödsinniger Orgien und fischt Heringsreste und Gabelbissen aus dem Dreck.

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