Denken als Dankbarkeit

Denktätigkeit als Dankbarkeitserweis.
Wäre eine denkbare Erklärung für den sonst unerklärlichen etymologischen Zusammenhang von danken und denken.
Ihnen gemeinsam ein Überschuss.
Keine biologische Notwendigkeit, ohne jeden Nutzeffekt im schieren Überlebenskampf.
Eine (sekundäre) Gratifikation stellt sich erst dort ein, wo die Menschen zur Menschheit, zu gleichsam sublim orientierten Wesen mutiert sind.
Denken und Danken sind spezifisch menschliche, in ihren Beweggründen miteinander zusammenhängende Anwandlungen.
Tiere, Pflanzen, Stoffe können das anscheinend nicht,
oder vorsichtiger ausgedrückt: sie können es nicht so gezielt wie wir Menschen.
Daher gibt es Denken als Auftrag, als ein Danken in Stellvertretung dessen, was so nicht denken und danken kann.
Denken springt für seine Gegenstände und Inhalte ein und offeriert sie so, wie sie’s von sich aus nicht können. Daher auch die unvermeidliche Differenz zwischen Dingen und Gedanken. Das Denken bringt die Sachen, seine „Gegenstände“, aus guten Gründen und in guter Absicht anders vor, als sie „eigentlich“ sind. Andere Präsentation, andere Vergegenwärtigung.

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