die Barocken

In der Erzeugung eines völlig künstlich hergestellten Sublimen haben es die Barocken zu einer erstaunlichen Leiden- und Meisterschaft gebracht.
Noch heute bewundert man ihre Alleen, die sich in endlosen Parallelismen verlieren.
Geistig arbeiteten sie mit der Null, als wär’s eine Kugel im Boule oder im geläufigen Spiel mit neun Kegeln.
Einem von ihnen, weiland Bürgermeister in Magdeburg, gelang erstmals die Produktion und der Nachweis real existierender Leere. Dies geschah mit Hilfe voluminöser Halbkugelschalen aus Kupfer und einigen kräftigen Zugpferdgespannen.
Die Frauen trugen damals gewaltige Reifröcke und darunter Krinolinen aus Fischbein.
Auch Perücken waren in Mode und konnten wie Zylinder auf und ab gesetzt werden.
Die Damen der damaligen Zeit wurden von den Bildhauern am liebsten unbekleidet im Stein wiedererschaffen.

 

Ihre Nacktheit entspricht sehr schön der Glätte des Marmors und der rauen Haut des Gipses, die unter einer leicht darüber streichenden Hand zu spüren ist.
Sie haben damals Stoffe und Antimaterien gekannt, die sie mühelos zwischen Zeigefinger und Daumen handhabten. Heute erscheinen uns diese Dinge unter der Gestalt irgendwelcher schäbiger Klumpen und unansehnlich wie Taubenschiss.

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