Zenon*

Neulich eine Begegnung mit Zenon im Park: Er ritt auf einem Pfeil, der sich ruckartig durch die Lüfte bewegte. Blieb in Intervallen stehen wie die Nadel auf einer zerkratzten Grammophonplatte. Zenon schienen diese abrupten Stillstände nicht zu kümmern.
Er war mit irgendwelchen trigonometrischen Überlegungen befasst, ausgelöst durch die perspektivischen Verläufe der schnurgeraden Pfade, die den Horizont zu stürmen schienen. Sie waren mit hellem Kies bedeckt. Unterdessen bewegte sich der Pfeil unter ihm stockend und stetig zugleich auf das infinitesimale Resultat seiner Berechnungen zu.

*) wahre Begebenheit im Herrenhäuser Barockgarten

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.