schwindeln 2

Das Stehen und Gehen kommt ins Stolpern und Gleiten.  Aber noch fallen wir nicht sondern schweben, halb noch im Traum, über durchlöcherte Flächen, Wölbungen, Erdteile hinweg. Das Schweben scheint leicht für den Beobachter. Aber wer selbst in der Schwebe ist, weiß, wie viel es bedeutet, welchen Aufwand an De-Installation innerer Messgerätschaften und dazu gehöriger Programme.
Wir sind noch lange nicht so weit wie die Mauersegler, die ihren Schlaf im Flug zubringen. Andrerseits sind wir auch weiter als sie und fassen hier und da Fuß, auf einem Bein balancierend, die Arme wie Balancierstangen nach außen gereckt, mit dem Kopf nickend und durch den ungeheuer gedehnten und leeren Innenraum pendelnd. Deine Ohren hören gut, was Du sagst und sie sagen es dem Trommelfell weiter. Im Vestibular schwillt und schwindet das Echo. Die Lymphe dreht sich in gewundenen Röhren und der Gleichgewichtssinn, wie ein Tanzbär, tanzt hinterher und vorweg.

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