unvollkommen

Gäbe es nicht überall Unvollkommenes, alles würde im Dunkel seiner natürlichen Geburt verbleiben. Nichts fände von dort heraus, gäbe es nicht diesen Drang in Händen und Füßen, der dem Vollkommenheitswahn abhilft und entgegenarbeitet, einer Macht, die sich in den Köpfen immer wieder breit macht und zu diktieren beginnt.
Sie, die Hände und Füße hingegen lehren das Wichtigste.
Es besteht nicht in Schlussfirnis und Politur, im Vollendungs-Hochglanz, sondern eher im Abblättern und Abreißen,  im ständig erneuten Vorbereiten.
Darauf kommt es an.
Das meinen die Rabbinen im Midrasch: „Everything that was created during the six days still needs further p r e p a r a t i o n .“ Also nicht completion oder perfection, sondern ein Zurückgehen in die Anfänge, wo es ums
V o r b e r e i t e n geht.

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