zu Fuß und zu Rad

Beim Radfahren meint Absteigen manchmal Aufsteigen, steigen bergauf.
Absteigen als Aufstieg auf der Beschaulichkeitsskala, die die Gemüter erhebt.
Alle Aufgestiegenen steigen irgendwann wieder ab.
Riesenrad oder Drehscheibe.
Im Aufstieg ist Abstieg versteckt und in jeder Absteige eine gegenläufige Chance.
Die ganze Welt ist im mittelalterlichen Gleichnis ein Glücksrad, auf dem die Aufsteigenden absteigen und wo aus Absteigern Aufsteiger werden.
Oder eine rotierende Scheibe, auf der die Kügelchen aus einer Mulde in die andere, aus einer Grube in die andere hüpfen.
Und noch etwas: mit dem irgendwann erfolgten Einstieg ist auch die Hoffnung auf einen erfolgreichen Ausstieg gegeben.
Dann gehen wir alle wieder, beschwingt und beflügelt, zu Fuß.

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1 Antwort zu zu Fuß und zu Rad

  1. sylvia sagt:

    da fällt mir beim lesen der spruch ein: „der ist auch auf dem absteigenden ast“. was aber mag ein absteigender ast sein? bedeutet es, dass er, des windgezappels müde, einfach runtersteigt am stamm? alle kleinen zweiglein und blätter mit sich trägt? und den darauf sitzenden absteiger gleich mitnimmt? warum aber saß dieser denn darauf? wahrscheinlich ist er wohl mit dem aufsteigenden ast nach oben gelangt. denn auch den gibts ja im sprachgebrauch. hmmmmmm? da kann eins ja noch viel drüber sinnen…

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