über den Kuckuck

Der Kuckuck könnte, seinem Ruf nach zu urteilen, auch Paku heißen oder Hu-ku.
Vielleicht heißen so einige Kuckucke, man weiß es nicht. Diese und ähnlich klingende Namen sind heute gerufen, ein paar Mal hinter der Kückenmühle.

Wenn ein Kuckuck gerufen hat, hält er für einen Moment ganz still. Er wartet nicht immer auf eine Antwort, sondern auf die Rückkehr des Rufs, auf eine Art Echo. Er erzeugt dieses Echo im Ruf der Laute, denen er seinen Namen verdankt. Der Ruf geht aus, schallt wider, immer und immer wieder, weil das Echo in ihm selbst ist.

Aber an manchen Tagen scheint es, als habe der Vogel vergeblich gewartet. Dann sieht man ihn in der Abenddämmerung schweigend aus seinem Baum hervor- und davonfliegen.
Er bedauert, sein Ruf war heute umsonst.

Kein anderes geflügeltes Wesen hat ein so gutes Lautverständnis. Die Nachtigall ist musikalischer, die Lerche schlägt kühnere Töne. Aber ein Kuckuck hört aus jedem Rufen heraus, wie der heißt, der da ruft und welcher Nachbar in den fernen Bäumen, vielleicht sogar außer Rufweite, da gerade begrüßt und beim Namen genannt wird.

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