im letzten Akt

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Im letzten Akt nicht mehr geschlafen.

In anderen Rängen beginnt es zu schnarchen.

Seitlich im aufgezogenen Vorhang: ein Specht lässt sich nieder und bearbeitet

den weinroten Samt.

Magisch erscheint gelb gefleckt und grünlich gestreift eine Katze, ein Kater mit quadratischem Schädel, vielleicht zu den Darstellern, vielleicht in die Requisitenkammer gehörig.

Spiel, aus der Ferne schwacher Applaus wie von sickerndem Wasser.

Die Geräusche der Schläfer werden schwächer und schwächer.

Aus dem Orchestergraben reckt sich empor – beiläufige Eingebung des Choreographen – ein Violinist aus versunkener Haltung, hebt die Fiedel ans Kinn und beginnt schwermütige Serien zu klagen.

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