die Last in den Buchstaben

„geheime Sorge in den Blättern der Papyrusstaude“ – ein uralter Spruch.

In den mittelalterlichen Skriptorien, in den Schreibanstalten der Mönche hat man davon noch gewusst.

Manche sind, als es schon viel zu spät dafür war, vergeblich auf Pergament, auf Wachs, auf Folien oder auf Stein ausgewichen.

Den Schreibern in den alten Grabkammern Ägyptens war die Nachricht bekannt.

Sie haben sie in der Finsternis weitergereicht. Propheten haben davon Kenntnis gehabt oder erhalten, von der bleiernen Last, die im Geschriebenen steckt.

Sie und andere haben weitergesagt, nicht mit Stift und Federkiel, sondern hinter vorgehaltener Hand. Stillschweigend wurde also weitergereicht, bis es schließlich am Ende der Tintenströme ankam, sich über Bleilettern und Druckerschwärze ausbreitete und auf einmal mit Wucht aus den Tonerkartuschen hervorschießt:

Sorge, bereits in den Blättern der Papierstaude so alt und versteckt wie das Nikotin in der Tabakpflanze, wie das T-Shirt im Baumwollfeld.

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