das Lied der Suchmaschinen

Zu den erstaunlichsten Einrichtungen der elektronischen Telekommunikation gehören die Suchmaschinen. Sie erfüllen den im Abseits, in abgelegener Nische tätigen Geistesarbeiter mit nicht unbedingt trügerischen Hoffnungen. Das ist ihr Gesang, das hohe Lied, das tiefe Lied der Suchmaschinen.

Es heißt zu recht, dass es für jedes Buch jemanden gibt, der dieses Buch, diese Schrift, diese Datei lesen wird, als wäre sie speziell und ausdrücklich für sie, für ihn geschrieben.
So sind die Leser, für die in den Grotten und in den Mansarden der Elfenbeintürme, unter Tag und unter Nacht gearbeitet, illustriert und verfasst wird, zwar weit in Zeit und Raum, im Dunkel und Unsichtbaren, im Unbegrenzten und Bodenlosen verstreut.

Aber sie sind nicht unauffindbar.

Die Suchmaschinen verknüpfen das Sehnen, das von den möglichen und unmöglichen Interessenten aus geht mit Angeboten, die virtuell andere, ins Unbekannte entrückte Geistesarbeiter und Seitenersteller eingebracht und ins Netz gehoben haben.

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