die Afrikanerin

auf dem Gehweg gegenüber entlang, eine afrikanische Frau, gut proportioniert und beleibt, mit erhobenem Haupt und aufrechtem Gang ein wunderbares Selbstbewusstsein ausstrahlend: von Kopf bis Fuß in Tarnstoff gekleidet, eine handgeschneiderte gebauschte Mütze übers Haar geschoben, alles im gleichen Dessin.

Nichts Militärisches, keine Camouflage, überhaupt nicht weggeduckt,

aber doch, als wollte sie auch an Dschungel erinnern, an Echsen, Panther und Vegetation,

an afrikanische Wälder, in denen Soldaten und Armeen durch solchen Stoff schier unsichtbar robben.

Es schien, als trüge sie von all dem ein wenig hier in diese Stadt, wo solch ein Aufzug weder zum Trend noch als Tarnanzug passt, völlig einmalig und unverwechselbar auch gegenüber den verirrten Fallschirmjägern und Schaftstiefelleuten, die hier irgendwie fehlfarbig umgehen und mit ihrem Dress verhaltenen Zorn oder bloß eine Attitüde bedienen.

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