als Fledermaus

Im Gebälk festgeklammert. Mit dem Kopf nach unten hängen. Die fein gegliederten, verlässlichen Zehen ins schwarze Holz genagelt hängen und nachdenken. Ein anderes Sinnen als im Stehen nach Menschenart. Die Gedanken fließen abwärts ohne Stau. Einige segeln, in schwarzes Pergament gekleidet. Ein Pendel tritt dazwischen, das bis in die Tiefe hinabreicht. Mit geschlossenen Augen, die wie Kugeln im Vorbeiziehen des Stroms nächtlicher Gedanken erglänzen. Nächtliche Sammlung, die kein Gedankenblitz aufschreckt. Wahre Sammlung im Ort, in der Stille der obersten Dächer und Böden. Erinnerungen kommen und grüßen. Eine davon zeigt den Morgen des Tages. Eine weitere beim Kämmen die Haare zwischen seitlich unverhältnismäßig groß und dünn gewordenen Ohren. Sie fallen herab, die Haare, zwischen den Ohren. Zum ersten Mal kommen die dunklen Spitzen zum Vorschein, die herausgespreizten Schulterblätter. Alles zum Dunklen bestimmt. Keine Leibesübung, kein Glaube an die Evolution. Auch da liegt ein entscheidender Bruch im Fortgang der Dinge: die Gedanken, die aus den Zehen zufließen, sind makellos blank und aufgelöst. Ihre spiegelnde Glätte lässt keinen Zweifel aufkommen.

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