Blogblüten

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Vielleicht ein Titel;

Blüten knospen aus den Servern hervor,

erst Knospen, dann üppige vegetarische Blüten.

Sie erinnern an Orchideen, einige fleischfressend, vielleicht wegen des Dschungels, der sie umgibt.

Sporadisch, schmarotzend und überwuchernd zugleich.

Intensiver, fast pestilenter Blütengeruch.

„Blogblüten“ – der mögliche Titel einer Anthologie („Blütenlese“).

Der Untertitel: „im Vorübersurfen gepflückt“.

Vorher sind allerdings noch Käfer dran.

Beeindruckend: Hirschkäfer, Buchdrucker, Nashornkäfer.

Die Larve des nordamerikanischen Käfers Psephenus lecontei lebt direkt in den Niagarafällen:

„Die in die Tiefe stürzenden Wassermassen reißen alles mit, was ihnen in den Weg kommt, nur die kleine, breite und abgeflachte Larve dieses Käfers nicht, da sie sich so gut ansaugen kann, dass nicht einmal die herabstürzenden und die Felsen peitschenden Wassermengen die Kraft besitzen, sie mitzureißen. Die Larve fühlt sich nirgends so zu Hause wie gerade hier.“[1]

Wunderbar auch der Rüsselkäfer der Gattung Gymnopholus, der auf Papua/Neuguinea lebt, „in einer Höhe von über 750 m über dem Meeresspiegel“.[2]

Hierzu heißt es: „Die Käfer dieser Gattung tragen auf ihrem Rücken ganze Gärten, die sich aus Beständen kryptogamer Pflanzen zusammensetzen, vor allem aus Pilzen, Algen, Flechten und Lebermoosen… Die Bestände sind wiederum Heimat einer individuellen Fauna, die in diesen marschierenden Gärten lebt.“[3]

 

Herzhafte Grüße an unsere schwindelfreien Kollegen im Niagarafall und an die geduldigen Träger der Hängenden Gärten auf Papua!



[1] Josef R. Winkler, Taschenatlas der Käfer, Hanau: Dausien, 48

[2] Josef R. Winkler, Taschenatlas der Käfer, Hanau: Dausien, 48

[3] Josef R. Winkler, Taschenatlas der Käfer, Hanau: Dausien, 49

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