Zwischenacht

Im Vorübergehen sagt jemand „hab Zwischenacht“.

Man dreht sich um, aber die Stimme ist weg.

Also was ist nun Zwischenacht?

Ein wohlmeinender Rat: sieh dich zwischendurch vor: in den Pausen und Räumen zwischen gehen und stehen, zwischen sitzen und liegen, zwischen dabei und nicht dabei sein?

Oder sollte es Zwischennacht heißen und irgendwo zwischen Sprechen und Hören ist das n abhanden gekommen?

 

Die Stimme ist weg, Nachfragen unmöglich.

 

Also bei künftigen Verlautbarungen einfach ein bisschen achtsamer sein,

zwischen die Laute horchen, in die akustischen Leerstellen oder

Hohlräume lauschen, die vom Geräusch des wachsenden Grases und

des herabfallenden Schnees ausgefüllt sind.

Dabei immer wieder an das Meer denken, wie es im Schneckenhorn siedet, brandet und rauscht.

 

Eine letzte, sich daran anschließende Erwägung:

es könnte auch zwischen8 geheißen haben.

Dann wäre die 8 angedeutet, die ständig in Bewegung ist zwischen der stehenden 8 und dem Zeichen für Unendlichkeit, die mit der liegenden 8 ausgedrückt wird.

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