Traum ankommen

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gegen 8 Uhr

Wieder geträumt. Nach vielen Verstrickungen in der Stadt ankommen. Sie liegt am Meer. Erleichterung mischt sich mit der Sorge, wo unterkommen? Strandleben, Alltag mit Geschäften, Straßenleben. Nun steht man da, die große Tasche mit Kleidung, Büchern, Schlüsselbund, Geldbörse seitlich abgestellt und die Ratlosigkeit nimmt zu beim Anblick des Gewimmels in den Straßen. Wo hier eine Unterkunft finden? Dann der Einfall, eine rückkehrende Erinnerung: oh, das Appartement über der Strandpromenade, Eigentum schon vor Jahren, man hat sogar den Schlüssel dabei! Dort ließe sich alles unterbringen, die Sachen wegschließen, eine perfekte Bleibe. Frischer Mut. Das Gepäckstück aufgenommen und schon geht es weiter. Quer durch die Stadt, durchs Gedränge praktisch auf die andere Seite. Mühsames Gewirr von Straßen, Plätzen, Gassen, wo sich Passanten durchschieben, Händler, Urlauber, Besucher, Einheimische, Geräusche aus den Läden, durcheinander von Stimmen in einer Sprache, die erinnert, ohne dass man versteht. Aussicht auf eine Unterkunft, wo nichts abhanden kommen kann: eine starke Ermunterung. Dort dann eines der Fenster zum Meer öffnen. Hinausblicken aufs Meer. Der Wind fährt von draußen ins Zimmer, bläht seitlich die Vorhänge, in denen Bläue aufscheint. Tiefes Blau, das auf dem Wege dorthin in Erinnerung kommt und alle Sinne beschäftigt: kommt es vom Meer, von der Luft, vom Himmel, vom Stoff?

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