Traum Adria

05. September 07

auf 8 Uhr zu

Traumreminiszenzen aus der vergangenen Nacht:

immer noch den langen Küstenstreifen im Blick, der endlos südwärts zieht. Der Blick geht von einer Hafenstadt an der Adria aus. Früher eine Verbindung zwischen Den Haag und Kopenhagen, ein Knotenpunkt. der jetzt aber nicht mehr angelaufen wird. Umwegig und schwer passierbar.

So passiert in dem großen leeren Hafenbecken fast nichts als schwappendes Wasser. Pechschwarz ist es hier und am Strand entlang, so weit man nach Süden sehen kann.

Eher Moorwasser als Meerwasser.

Weiß sind nur die Schaumstreifen, die das von Osten her anflutende Meer aufwirft. Auch sie ziehen sich unabsehbar in die Länge. Plötzlich schwere Wolken. Wir machen uns auf, um das Hotel, in dem wir untergebracht sind, noch trocken zu erreichen. Wir haben es eilig, dort anzukommen und das Land zu verlassen, weil die Araber im Lande für morgen einen Streik ausgerufen haben, der die gesamte Elektrizität des Landes ausschalten soll. Wir hoffen, noch vorher draußen und auf dem Weg nach Deutschland zu sein. Beim Aufstieg zum Hotel macht der Regen mit heftigen Böen zu schaffen. Er reißt den Schirm, den ich über uns aufgespannt halte, immer wieder beiseite. Ein Schirm mit einer eigentlich blödsinnigen Form und Konstruktion, ein weit seitlich reichender Flügel, den natürlich schon ein kleiner Windstoß so emporhebt, dass man dem nachfolgenden Regen schutzlos ausgesetzt ist.

Das Hotel ist bereits zu sehen und auf dem Weg dort hin gibt es ein paar Möglichkeiten, sich zu verlaufen, die wir aber glücklicherweise vermeiden. Das Gebäude liegt am oberen Absatz einer vulkanischen Schotterhalde. Es gibt ein Schwimmbad und eine Sauna dazu. Auf der Stirnwand der Anlage erscheinen lebensgroße weiße Piktogramme von zwei oder drei Menschen, die sich sachte und anmutig ins Wasser stürzen. Das Ebenmaß ihrer Körper und das Regelmaß ihrer Bewegung fasziniert total. Man fragt sich, ob es Echtzeitschatten sind oder Lichtprojektionen. Dann sind wir auch schon oben und blicken übers Schwimmbecken, an dessen Rand ein paar Personen herumstehen und sich bewegen. Also deren Schatten sind es nicht.

Mühe mit dem Aufbruch, mit dem Einpacken und Verstauen der mitgeführten Sachen, Toilettenartikel, lauter sperriges Zeug. Wie wollen wir das alles nur mitkriegen? Es gibt wenig Stauraum und die Zeit drängt und wird enger und enger. Hoffentlich schaffen wir es noch nach Norden, zur Grenze, die dort in den Bergen verläuft.

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